schee/schiach?
Architekturpreis oder Abrissbirne?

2023 haben wir eine mobile Abstimmungsplattform entwickelt, welche die Erfahrung bietet, Prinzipien von Tinder und Instagram im öffentlichen Raum anzuwenden.

Das Mobil zeigte Architekturen in Linz, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz verfremdet wurden. Passant:innen hatten die Möglichkeit darüber abzustimmen, ob sie diese als schön oder hässlich interpretieren. Die ausgewählten Gebäude waren aus der unmittelbaren Umgebung des Abstimmungsmobils, um ein stärkeres Bewusstsein für die gebaute Umwelt zu schärfen und individuelle Perspektiven einzubeziehen. Dies förderte eine vielfältige und inklusive Architekturdebatte. Dabei wurde Architektur nicht nur als reines Funktionselement betrachtet, sondern als bedeutender Teil der Umgebung, der prägt und beeinflusst.

Die Gestalt des Abstimmungsmobils selbst verkörpert eine idealisierte Architekturform. Elemente, die in

verschiedensten Architekturepochen immer wieder aufgetaucht sind, werden bewusst banalisiert eingesetzt, um die Reflexion über architektonische Gestaltungsmuster anzuregen. Das Projekt konnte im

Sommer und Herbst 2023 über 50.000 Stimmen von verschiedenen Orten im Linzer Stadtgebiet einholen. Die Ergebnisse wurden damals im Architekturforum Oberösterreich in Echtzeit angezeigt und auch über Social Media regelmäßig veröffentlich.

In der Presse:

“Schee schiach”: Wie künstliche Intelligenz Architektur macht Kurier, 10.08.2023

Schee oder schiach: Passanten können in Linz über KI-generierte Bauansichten abstimmen Tips, 14.08.2023

Das “afo-Mobil” tourt durch Linz und holt Meinungen ein Bezirksrundschau, 17.08.2023

Das mobile Umfragetool afo-Mobil Die Referentin, 30.08.2023

Konzept, Design, Bilder: mais.arch
Host + Kurator: afo / Franz Koppelstätter
Programmierung: Hansi Raber
Bauliche Umsetzung: Mascha Illich, Leonie Reese